Die Straßen der Innenstadt waren an diesem Samstag Morgen noch völlig leer. Zunächst sind wir zum Startpunkt der Route 66 an der Kreuzung Michigan Ave. und Jackson Blvd. gefahren, von dort die Adams St. runter
durch die Stadtteile Cicero und Berwyn (der unansehnliche Westen von Chicago). Dann ein Stück die IL 53 bis Joliet (deutsch: Julia und Romeoville ist auch nicht weit weg. Da sag einer, die Amis hätten keine Kultur).
In Joliot haben wir das erste Gefängnis des Tages besichtigt. Es ist zwar seit 2000 geschlossen, aber Filmkenner und Blues Liebhaber werden es sofort erkennen:
| Old Prison in Joliot |
Für alle Unwissenden: Hier war die Kulisse für die Anfangsszenen aus dem Film "Blues Brothers".
Bei dem Stop hab ich auch gleich mal unser Auto fotografiert. Ein Jeep Patriot.
Rund um das (ehemalige) Gefängnis stehen auch noch immer die Warnschilder: Keine Anhalter mitnehmen - könnten ja Ausbrecher sein.
In Wlilmington wollten wir uns eigentlich im Launching Pad Drive-In mit dem riesigen 'Gemini Giant' vor der Tür frühstücken. Aber das Diner ist geschlossen und sucht einen neuen Besitzer. Jemand Interesse?
Blieb also nur Zeit für ein Foto mit der riesigen Figur (die übrigens in all unseren Reiseführern abgebildet ist).
Die Straße verläuft jetzt deutlich durch ländlichere Gegenden und wird schmaler. Ein gemütliches Reisetempo also.
In Braidwood haben wir in einem Diner halt gemacht. Draußen standen ein paar HotRods die uns neugierig gemacht hatten.
Drinnen gab es jede Menge amerikanischen Kitsch und lecker Eis.
Vor dem Diner standen wieder die Blues Brothers - diesmal zu dritt
Auf einem Flohmarkt direkt nebenan hab ich mir gleich eine original Route 66 Baseballcap gekauft.
Ein kleines Stück weiter haben wir das kleinste Gefängnis der USA besichtigt. Nur zwei Zellen.
Renate wurde gleich eingesperrt.
Hier sind auch deutliche Zeichen der dominierenden Landwirtschaft zu finden. Silos und alte Scheunen.
Das Wetter wurde deutlich schlechter und es regnete immer wieder. Einige Biker ließen sich davon aber nicht aufhalten.
An einigen Stellen ist die Straßenführung der Route 66 noch wie in den 30er Jahren. Das sieht man.
In Mount Olive war früher eine Hochburg der Gewerkschaftsbewegung der USA. Hier gab es viele Arbeitskämpfe und streikende Arbeiter wurden auch erschossen. Wir waren an einem Denkmal für "Mother Jones" die 1930 mit 100 Jahren starb und noch heute von vielen Gewerkschaftern für ihren Einsatz verehrt wird. Gemeinsam mit ihr ihr sind vier erschossene Minenarbeiter beerdigt.
Mount Olive hat auch so gar
nichts von einer typischen Bergarbeiterstadt in Deutschland.
Am Ende des Tages sind wir in St. Louis mit seinem gewaltigen Tor zum Westen und damit im Staat Missouri angekommen.
Jetzt liegen wir erschöpft aber glücklich im Hotelzimmer rum. Das Wetter ist zu schlecht, unser Hotel zu weit von der City entfernt. Heute lassen wir die Innenstadt einfach mal links liegen.
Morgen geht es weiter - wir sind gespannt.
Hey :) Na das nenn ich doch mal schicke Karren, die da so rumstehen! Aber mit dem Wetter hättet ihr wohl wirklich mehr Glück haben können...
AntwortenLöschenPasst weiterhin auf euch auf und gute Reise!
Hi Friedhelm, toller Blog. Die Brücke sieht ja fast wie die Prinz Brücke aus. Bin mir nicht sicher ob die noch für 12t zugelassen ist. Wünsche euch weiterhin eine gute Reise.
AntwortenLöschenHi ihr zwei, super fotos und sehr informtiv! Lasst es euch gutgehen! Annette
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